Digitale Innovation trifft Sicherheit: Europas beste Mikroelektronik für die Medizin
SEMECO gehört zu den Gewinnern der zweiten Runde des BMBF Clusters4Future-Wettbewerbs. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt mit bis zu 45 Millionen Euro.
Vision
Um das Innovationstempo für intelligente medizinische Instrumente und Implantate zu beschleunigen, will SEMECO mit neuen Ansätzen für Systemlösungen die traditionellen Zulassungsverfahren revolutionieren. Der Fokus liegt dabei auf einer neuartigen Kombination von Sensorik, Aktorik, Antriebstechnik und Informationsverarbeitung. Im Rahmen der Clusters4Future-Initiative wird ein Ökosystem geschaffen, das die Innovations- und Zukunftspotenziale der Halbleiter- und Mikrosystemtechnikindustrie für die Medizintechnik erschließt, die berechtigten regulatorischen und sicherheitstechnischen Anforderungen in Einklang bringt und Anwendungen für den Markt entwickelt.
Innovationszyklen verkürzen
Die Medizinelektronik und Kommunikationstechnik hinkt dem Stand der Technik oft um viele Jahre hinterher, wie das Beispiel der ausschließlich drahtgebundenen Überwachung schwerkranker Patienten zeigt. Die teilweise hochkomplexe Verkabelung ist störanfällig, lenkt mit technischen Fehlalarmen ab, behindert die Mobilisierung und Versorgung der Patienten und führt zu lebensbedrohlichen Überwachungslücken während des Transports. Solche komplexen Systeme behindern, sobald sie zugelassen sind, auch Flexibilität und Innovation.
Die Herausforderung besteht darin, die Lücke zwischen den neuesten technologischen Möglichkeiten und ihrer praktischen Anwendung in der Medizin zu schließen. SEMECO zielt darauf ab, Plattformtechnologien zu schaffen, die in der gesamten Medizin und weit über eine einzelne Krankheit hinaus Anwendung finden können. Ziel ist es, ein industrielles Ökosystem zu schaffen, das die Innovationszyklen von cyber-medizinischen Mikro- und Kommunikationssystemen drastisch verkürzt – durch neue Sicherheitsarchitekturen und automatisierbare Zertifizierung mittels erklärbarer künstlicher Intelligenz. Die interdisziplinäre Kombination von Mikroelektronik, Kommunikationstechnologie, Nanotechnologie, KI-basierten Wissenssystemen und sicheren Laufzeitumgebungen in einer Umgebung mit klaren und fortgeschrittenen klinischen Anwendungsszenarien wird letztlich neue revolutionäre Funktionalitäten ermöglichen.
Facts and figures
Coordinator: TU Dresden
Number of Partners: various partners in 4 cross-sectional projects and 4 application projects
Start Date: May, 2023
End Date: up to 9 years
Total Funding: up to € 45 million
This project has received funding from the German Federal Ministry of Education and Research (Clusters4Future) under grant agreement No. 03ZU1210%. Some sub-projects are co-financed by the Free State of Saxony.


Funded by the BMBF and the Free State of Saxony. Views and opinions expressed are however those of the author(s) only and do not necessarily reflect those of the BMBF nor the Free State of Saxony. Neither the BMBF, nor the Free State of Saxony nor the granting authority can be held responsible for them.
Projekte
Eine ausführliche Übersicht zu den einzelnen Projekten gibt es auf semeco.info
- Die Querschnittsprojekte stehen im Zentrum und lösen grundlegende Architektur-, Organisations- und Technologiefragen.
- Die Anwendungsprojekte greifen auf die Kerntechnologie entsprechend ihrer inhaltlichen Bedarfe zu und überführen das SEMECO-Konzept jeweils spezifisch in die Praxis.
- Der Freistaat Sachsen fördert zudem fünf regionale Anwendungsprojekte. Diese Anwendungsprojekte ergänzen den innovativen Ideenpool im Cluster-Ökosystem.


